Montag, 06.02.2012

Clubteams EM Finale Saison 2004/2005

HYPO Niederösterreich KRIM Ljubljana
25 34
   
Spieldaten
Datum: 30. Dezember 2004
Uhrzeit: 17.00 Uhr
Spielstätte: ARENA Leipzig (Leipzig)
Zuschauer: 4.265
Zeitstrafen: HYPO: 5 x 2 min (Rot: Spiridon/36. wegen 3 x 2 Minuten), Krim: 5 x 2 min
Siebenmeter: HYPO: 8/4, Krim: 9/6
Schiedsrichter: Lars Geipler und Marcus Helbig (Deutschland)
Multimedia: 55 Fotos vom Spiel und der Abschlussfeier in der Galerie!
  Statistiken (als PDF): Match Statistik und Full Time Report  
Aufstellung und Tore Niederösterreich: 1 Ganna Kryvoruchko (4 Paraden)
12 Paula Radulesu (9 Paraden)
3 Alexandra Do Nascimento 2
4 Tetjana Shynkarenko 3
5 Daniela Piedade de Oliveria 2
10 Anda Bilobrk 2
13 Sonata Vijunaite
14 Simona Spiridon 1
15 Tanja Logvin 1
19 Katrin Engel 3
33 Gabriela Rotis 11/4
Trainer: Mile Isakovits
Aufstellung und Tore Ljubljana: 1 Andra Farkas (3 Paraden)
16 Luminita Dinu (20 Paraden)
5 Nataliya Derepasko 6/4
6 Olena Yatsenko 5
7 Maryna Vergelyuk 6
13 Deja Doler
14 Liudmila Bodnieva 4
17 Tanja Oder 4
19 Katja Kurent T. 1
20 Kristina Mihic
21 Tanja Tomanovic
23 Anja Argenti
25 Ganna Siukalo 1
31 Olga Ceckova 6/1
77 Tanja Dajcman 1/1
Trainer: Tone Tiselj
Wertung: 3,5 Sterne
  HYPO war ohne Chance gegen die überlegnen Damen aus Ljubljana - ein verdienter Erfolg!
Spielbericht

Die slowenische Mannschaft von Krim Ljubljana hat bei der elften Auflage der Clubteams EM in Leipzig seinen Titel erfolgreich verteidigt. Im Finale besiegten die Sloweninnen Hypo Niederösterreich nach einer überzeugenden Vorstellung mit 34:25 (18:13). Hypo konnte lediglich bis Mitte der ersten Hälfte mithalten. Überragende Spielerin auf dem Feld war die rumänische Torhüterin Luminita Dinu in Diensten von Ljubljana, die Bälle 20 abwehrte.

Hypo fand besser in die Begegnung, da das Tempospiel der Österreicherinnen anfangs für reichlich Torgefahr sorgte. Krims Offensivaktionen wirkten zu Beginn etwas behäbig. Daher lag der österreichische Serienmeister mit 3:1 und 4:2 vorn. Doch im Laufe der Partie wurde immer deutlicher, dass die Sloweninnen heute mit der Rumänin Dinu die eindeutig bessere Torfrau hatten. Reihenweise vergaben die Hypo-Spielerinnen klare Torchancen vor dem slowenischen Gehäuse. Auf der Gegenseite nutzten die Sloweninnen ihre Routine aus. In der Folgezeit lag Krim bis zur Pause vorn und setzte sich sogar auf 18:12 ab. Erneut überragend bei Ljubljana war das Zusammenspiel der Rückraumrechten Vergelyuk mit der starken Kreisläuferin Bodnieva. Zudem erzielte Rechtsaußen Yatsenko einige sehenswerte Treffer. Auf der Gegenseite waren die Rückraumspielerin Rotis (5/2) sowie die brasilianischen Außen Nascimento und Piedade (jeweils 2 Tore) am gefährlichsten. Beim Seitenwechsel lag Krim mit 18:13 vorn.

Hypo erwischte dann erneut den besseren Start und verkürzte auf 16:18. Doch einige Zeitstrafen sowie eine Rote Karte nach der dritten Hinausstellung gegen Kreisläuferin Spiridon schwächten die Österreicherinnen entscheidend. In der 36. Minute gab es sogar eine 6:3-Überzahlsituation für Krim. Somit konnten sich die Sloweninnen zunehmend klarer absetzen. Hypos Gegenwehr war gebrochen, außer der starken Rotis konnte keine ihrer Mitspielerinnen noch weiter mithalten. Hypos aktueller Neuzugang vom heutigen Gegner, Tanja Logvin, wirkte noch wie ein Fremdkörper im Team. Bei Ljubljana zeigte Rechtsaußen Ceckova, die erst im zweiten Durchgang gekommen war, eine starke Leistung und traf sechsmal. Am Ende setzten sich die abgeklärten Sloweninnen klar mit 34:25 durch.

Fazit: Mit Ljubljana gewann die stärkste Mannschaft des Turniers die Clubteams EM 2004 und verteidigte damit erfolgreich den Titel von 2003. Ein tolles Turnier ging zu Ende - hoffen wir auf eine Neuauflage im Jahr 2005 in Leipzig!

(handball-world.com von Timo Hölscher / und Ronny John)

Interviews
Tone Tiselj (Ljubljana-Trainer) "Wir sind sehr zufrieden mit dem tollen Turnier. Unser Gegner war sehr stark. Die ersten 30 Minuten war HYPO stärker als letztes Jahr, doch dann waren wir einfach die Besseren. Ich gratuliere Wien zum zweiten Platz. Dies ist das beste Turnier, was ich je erlebt habe. Sowohl den Veranstaltern als auch der EHF gilt ein großes Kompliment."
Gunnar Prokop (HYPO-Manager) "Mein Dank gilt den Veranstaltern und der EHF für dieses tolle Turnier. Es war eine unglaubliche Aufwertung für den Wettbewerb hier in Leipzig. Mit meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Allein schon, weil sie das Finale erreicht haben. Ich glaube aber ganz fest, dass die Schiedsrichter das Spiel mit einigen strittigen Entscheidungen kaputt gemacht haben. Krim war wirklich sehr gut."
Luminita Dinu (Ljubljana-Spielerin) "Auch ich bin sehr zufrieden mit unserer Performance, obwohl wir etwas müde waren. Es war ein sehr schweres Turnier und 13 unserer Spielerinnen waren bei der EM in Ungarn im Einsatz. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr noch besser spielen."
   




Sponsoren