Montag, 06.02.2012

Clubteams EM Spiel um Platz 3 Saison 2004/2005

Kometal D.P. Skopje HC Leipzig
26 27
   
Spieldaten
Datum: 30. Dezember 2004
Uhrzeit: 15.00 Uhr
Spielstätte: ARENA Leipzig (Leipzig)
Zuschauer: 4.265
Zeitstrafen: Kometal 10 x 2 min, HCL:6 x 2 min
Siebenmeter: Kometal: 4/2, HCL: 8/6
Schiedsrichter: Radoslav Kavulik und Milan Sivak (Slowakei)
Multimedia: 56 Fotos vom Spiel in der Galerie!
  Statistiken (als PDF): Match Statistik und Full Time Report  
Aufstellung und Tore Skopje: 12 Semra Radoncic (0 Paraden)
1 Olga Kolesnik (15 Paraden)
2 Olena Radchenko 1
4 Anzela Platon Dimovska 1
6 Olga Bujanova 6/1
7 Yeliz Ozel 3
9 Ana Amorim
10 Dragana Pecevska 3
11 Olena Tsygitsya 6/1
13 Natalia Todorovska 3
14 Yuliya Portyanko 1
15 Alegra Oholanga-Loki 2
19 Klara Boeva
Trainer: Ivan Bojkov
Aufstellung und Tore Leipzig: 22 Tone Woelner (15 Paraden)
13 Maike Daniels
6 Evelien van der Koelen 3
7 Nina Wörz 3
8 Nikola Pietzsch 1
10 Milica Danilovic 3/3
15 Ingrida Radzeviciute 6/2
17 Nora Reiche 4
18 Katja Langkeit 2
20 Else-Marthe Soerlie-Lybekk 5/1
Trainer: Martin Fruelund Albertsen
Wertung: 4 Sterne
  Ein Spiel mit viel Spannung und Stimmung - mit dem besseren Ende für den HCL!
Spielbericht

Bundesligist HC Leipzig hat sich bei der Clubteams EM in eigener Halle den dritten Platz gesichert. Gegen den mazedonischen Meister Kometal Skopje siegte die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen nach einer von beiden Seiten engagiert geführten Partie mit 27:26 (14:16). Beide Teams konnten insgesamt im Turnierverlauf überzeugen.

Die Verletzungssorgen des HC Leipzig werden immer größer. Heute konnte die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen mit lediglich acht Feldspielerinnen antreten. Nach Marcela Vlckova verletzte sich im gestrigen Spiel auch Gerd Elin Albert am Fuß (Verdacht auf Bänderriß am Knöchel). Auch Milica Danilovic wird von Knieschmerzen geplagt (Patellasehne), mußte lange zuschauen und wurde erst später bei Siebenmetern eingesetzt. Die Leipzigerinnen begannen gut und konnten gleich mit 3:1 in Führung gehen. Die Abwehr stand sicher, Skopje kam seltener als gestern im Spiel gegen Viborg in eine gute Wurfposition. Leider ließ der HCL in der Anfangsphase zu viele klare Torgelegenheiten aus und verpaßte dadurch eine deutlichere Führung. So kam es, wie es kommen mußte: Skopje konnte nach 12 Minuten erstmals ausgleichen. Plötzlich bekam die HCL-Abwehr Probleme, der Gegner konnte einige leichte Tore erzielen und ging sogar in Führung. Leipzig bemühte sich zwar dranzubleiben, machte aber zu viele Fehler und konnte selbst Überzahlsituationen nur selten ausnutzen. Im Gegenteil: Skopje konnte den Vorsprung auf drei Tore ausbauen. Doch die Leipzigerinnen wachten wieder auf und mit der Unterstützung des Publikums kämpften sie sich erneut zum Ausgleich. Der mazedonische Abonnementmeister spielte aber seine ganze Routine aus und konnte sich bis zur Pause dann doch wieder absetzen. Torfrau Tone Wölner hielt mit zwei tollen Paraden in den Schlußsekunden der ersten Hälfte ihre Mannschaft weiter im Spiel.

Nach dem Wechsel bemühte sich der HCL um den Ausgleich, der kleine Kader mit den geringen Variantionsmöglichkeiten machte sich aber deutlich bemerkbar. Trotzdem schaffte es Skopje nicht sich weiter abzusetzen. Nach einem Zuspiel von Ingrida Radzeviciute erzielte Kapitän Else-Marthe Sörlie-Lybbek zunächst den Ausgleich zum 17:17. Kurz darauf markierte Radzeviciute selbst wieder die Führung. Die Leipzigerinnen kamen nun so richtig in Tritt und konnten ihre Führung sogar auf zwei Tore ausbauen. Leider nutze Sörlie-Lybbek bei einem Siebenmeter nicht die Chance auf 21:18 zu erhöhen. Sie scheiterte an Skopjes Torfrau Olga Kolesnik. Aber auch auf der Gegenseite hielt Tone Wölner gegen Olena Tsygitsa.Das Spiel blieb weiter spannend, leichte Vorteile lagen auf Seiten der Gastgeberinnen. Nach zwei verworfenen Siebenmetern ihres Teams mußte dann doch mangels Alternativen Milica Danilovic trotz Knieschmerzen ran. Sie bedankte sich beim Leipziger Publikum, das sie mit großen Beifall begrüßte, mit einem Treffer. Kurz darauf die gleiche Situation, wieder tritt Danilovic an und trifft erneut. Und da alle guten Dinge drei sind: Milica Danilovic bringt den HCL mit drei Treffern in Folge auf die Siegerstraße. Doch entschieden war damit auch 90 Sekunden vor dem Ende noch gar nichts. Skopje verkürzt nochmals auf ein Tor. Dank der überzeugend spielenden Ingrida Radzeviciute kann der HCL wieder erhöhen. Zehn Sekunden vor dem Abpfiff dann noch eine Auszeit des HCL beim Stand von 27:26. Diszipliniert bringen die Spielerinnen von Martin Albertsen das Spiel zu Ende und schließen das Turnier damit als Dritter ab.

Fazit: Ein verdienter Erfolg für den HC Leipzig, der mit nur noch acht gesunden Feldspielerinnen sich zum Sieg durchbeißen konnte. Ein Lob geht auch an dieses tolle Handball-Publikum!

(handball-world.com von Sandra Pleines und Timo Hölscher / und Ronny John)

Interviews
Martin Fruelund Albertsen (HCL-Trainer) "Wir haben heute sehr gut gespielt, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Zuschauer. Das war unglaublich. Wir wussten vor dem Spiel, dass unsere einzige Chance ein offensives Spiel sein würde. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir richtig offensiv gespielt, die Abwehr stand und Tone im Tor war super."
Andriy Portnoy (Skopje-Trainer) "Ich gratuliere dem HC Leipzig zu dem Sieg. Das Spiel war sehr anstrengend, wir haben viele 1:1-Fehler gemacht. Die Spielerinnen haben die Anweisungen, die ich ihnen vor dem Spiel gegeben habe, nicht umsetzen können."
Nikola Pietzsch (HCL-Spielerin) "Das Match war, wie man sehen konnte, richtig anstrengend. Wir haben drei Spiele hintereinander gespielt und heute waren wir nur noch eine kleine Truppe, doch dank Martin und dem tollen Publikum im Rücken haben wir es geschafft. Alles oder Nichts hieß das Motto. Wir hatten uns etwas zu beweisen! Jeder hat Jeden motiviert."
Indira Kastratovic (Skopje-Spielerin) "Leipzig hat kollektiver gespielt als wir. Ich gratuliere dem HCL zum Sieg. Sie hatten den Heimvorteil, haben sehr gut gekämpft und verdient gewonnen."
   




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