Montag, 06.02.2012

Clubteams EM Vorrunde Gruppe A Saison 2004/2005

HYPO Niederösterreich HC Leipzig
29 30
   
Spieldaten
Datum: 29. Dezember 2004
Uhrzeit: 17.00 Uhr
Spielstätte: ARENA Leipzig (Leipzig)
Zuschauer: 2.760
Zeitstrafen: HYPO: 6 x 2 min (Rot: Shynkarenko/60. 3 x 2 Minuen), HCL: 1 x 2 min
Siebenmeter: HYPO: 5/4, HCL: 6/4
Schiedsrichter: Nordine Lazaar und Laurent Reveret (Frankreich)
Multimedia: 54 Fotos vom Spiel in der Galerie!
  Statistiken (als PDF): Match Statistik und Full Time Report  
Aufstellung und Tore Niederösterreich: 1 Ganna Kryvoruchko (13 Paraden)
12 Paula Radulesu (0 Paraden)
16 Olga Sanko (0 Paraden)
3 Alexandra Do Nascimento
4 Tetjana Shynkarenko 2
5 Daniela Pierade de Oliveria 1
10 Anda Bilobrk 6
13 Sonata Vijunaite
14 Simona Spiridon 3
15 Tanja Logvin 4/1
17 Dora Löwy 2
19 Katrin Engel 4
33 Gabriela Rotis 8/3
80 Oxana Pal
Trainer: Mile Isakovits
Aufstellung und Tore Leipzig: 22 Tone Woelner (19 Paraden)
3 Gerd-Elin Albert 1
6 Evelien van der Koelen
7 Nina Wörz 4
8 Nikola Pietzsch 2
10 Milica Danilovic 7/3
15 Ingrida Radzeviciute 3/1
17 Nora Reiche 5
18 Katja Langkeit 3
20 Else-Marthe Soerlie-Lybekk 4
Trainer: Martin Fruelund Albertsen
Wertung: 3 Sterne
  Ein spannendes Spiel erlebten die Fans in der ARENA - HCL nutzte seine Chancen nicht konsequent!
Spielbericht

Trotz einer starken Aufholjagd des HC Leipzig in den Schlussminuten ist Hypo Niederösterreich nach einem 30:29 (14:15)-Zittersieg gegen den HCL ins Finale der Clubteams EM in Leipzig eingezogen. Vor 2.760 Zuschauern in der Arena in Leipzig hatte Hypo bereits mit 27:20 vorn gelegen, doch die Leipzigerinnen kämpften sich heran, ein Erfolgserlebnis blieb dem Team von Trainer Martin Albertsen am Ende aber verwehrt. Hypo spielt morgen im Finale gegen Krim Ljubljana, Leipzig trifft ebenfalls morgen im Spiel um den dritten Platz auf den Sieger der Partie Skopje gegen Viborg, die heute ab 19:30 Uhr angepfiffen wird.

Dem HC Leipzig gelang ein optimaler Start. Durch konsequentes Tempospiel erzielte der HCL schnelle Tore und lag somit mit 4:1 vorn. Insbesondere Torfrau Tone Wölner konnte sich mit sehenswerten Paraden in der Anfangsphase auszeichnen. Anschließend konnte Hypo zunächst verkürzen und glich schließlich zum 6:6 aus. Gleich vier Zeitstrafen schwächten die Österreicherinnen bis zur Pause, wodurch Leipzig einige Tore in Überzahl erzielte. Die verletzungsbedingt personell arg gebeutelten Leipzigerinnen mussten improvisieren, HCL-Coach Martin Albertsen beorderte daher Außenspielerin Nina Wörz in den Rückraum. Die Nationelspielerin gefiel vor allem auf der Spielmacherposition, erzielte zwei Treffer und setzte Kreisläuferin Else-Marthe Sörlie Lybekk mehrfach gut in Szene. Der HCL konnte sich somit unter dem Jubel der Zuschauer bis auf 14:11 absetzen. Doch gegen Ende der ersten Hälfte drehte Hypo auf, allein Anda Bilobrk markierte drei Treffer bis zum Seitenwechsel. Dennoch nahmen die Leipzigerinnen eine 15:14-Führung mit in die Kabine.

Zu Beginn der zweiten Hälfte riss beim HCL total der Faden. Nachdem sich auch noch Rechtsaußen Gerd Elin Albert im ersten Durchgang ebenfalls eine Bänderverletzung zugezogen hatte, waren die personellen Alternativen bei Leipzig rarer denn zuvor. Hypo agierte viel und erfolgreich über Kreisläuferin Simona Spiridon. Zudem waren die Leipziger Würfe nun zu harmlos und man leistete sich einige technische Fehler, die Hypo mit einigen Gegenstoßtoren bestrafte. Die Österreicherinnen lagen daher mit 19:16 vorn und setzten sich nach zwischenzeitlichen Anschlusstreffern auf 23:18 ab. Die Partie schien nun entschieden. Leipzig verkürzte in den abschließenden zehn Minuten vor allem nach Gegenstößen, doch Hypo schaukelte den Vorsprung mit Glück über die Zeit. Die Österreicherinnen siegten letztlich mit 30:29.

Fazit: Der HC Leipzig hielt gegen den Favoriten sehr gut, allerdings begann HYPO auch sehr schwach. Im zweiten Durchgang räschten sich leider die vergebenen Torchancen der Leipzigerinnen. Trotz eines 7-Tore-Rückstandes zeigten die HCL-Mädels viel Moral und machten die Partie noch einmal sehr spannend!

(handball-world.com von Sandra Pleines und Timo Hölscher / und Ronny John)

Interviews
Martin Fruelund Albertsen (HCL-Trainer) "Das war ein tolles Spiel. An erster Stelle muss ich den Zuschauern danken. Wir haben heute besser gespielt als gestern. Anfangs konnten wir unser Spiel mit viel Tempo durchsetzen. Aber dann kam HYPO mit großer Power. Die zweite Halbzeit lief zwar zu Beginn schlecht, doch nach der Auszeit brachten wir wieder mehr Emotionen ins Match. Wir wussten, dass HYPO unbedingt siegen wollte. Für uns war es alles in allem ein gutes Spiel."
Geri Berger (HYPO-Manager) "Das war die erwartet gute Stimmung in der Halle. Und auch das Spiel war so wie erwartet: Leipzig kommt stark und drängt mit der Unterstützung der Zuschauer. Für die Fans war es ein spannendes Spiel, das wollen die Leute sehen! Wir freuen uns über den Sieg."
Gunnar Prokop (HYPO-Manager) "Ich selber bin zum ersten Mal in Leipzig und muss sagen, ich fühle mich sehr wohl hier. Das Turnier ist es wert, um die Weihnachtszeit ausnahmsweise mal nicht zu Hause zu sein. Ich bin sehr stolz auf meine junge Mannschaft. Trotz ihrer Jugend ist das Team so reif, dass es hier in das Finale einzieht. Das war schon eine kleine Überraschung für mich. Es ist toll, dass es in Leipzig möglich ist, ein solches Turnier auf die Beine zu stellen. Im Finale stehen wir gegen Krim Ljubljana. Wir sind zwei alte Bekannte, alleine in dieser Saison haben wir schon dreimal gegeneinander gespielt – im Sommer zweimal verloren und in der letzten Begegnung im Herbst haben wir eindeutig gewonnen. Die Zuschauer können sich auf ein spannendes Spiel freuen."
Gabriela Rotis (HYPO-Spielerin) "Mit dem Spiel bin ich zufrieden. Sowohl Leipzig als auch wir haben guten Handball gezeigt. Und das bei einer tollen Atmosphäre!"
  Tone Woelner (HCL-Torfrau) "HYPO hat gnadenlos unsere Fehler ausgenutzt. Zum Schluss war es dann umgekehrt, wir leisteten super Abwehrarbeit."  




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